Krisen & Skandale

Wer glaubt, dass es in unserem Verein stets harmonisch und friedlich zu und her ging, der täuscht sich gewaltig. Im Archiv finden sich viele Hinweise, dass kleine Krisen und Skandale immer mal wieder vorgekommen sind. Hier eine kleine Auswahl mit den spannendsten Geschichten.

Erwin T. war der erste Sekretär der Vereinsgeschichte. Er wurde 1940 aus dem KVS ausgeschlossen. Hier ein Auszug aus dem Briefwechsel zwischen Erwin und dem damaligen Präsidenten.

Ernst Schumacher schreibt:

Grund dieses Entschluss war ihr Benehmen am Gartenfest vom 30. Juli 1939 , sowie ihr Verhalten gegenüber Vorstandsmitgliedern, (…) Machen Sie darauf aufmerksam, falls Sie unseren Verein in irgend einer Weise schädigen oder Belästigen würden, wir Sie dem Richter überweisen werden.

Erwin T. antwortet:

(…) Es tut mir sehr leid, dass Sie mir wegen dem Benehmen das Ihren werten Präsident betrifft mir in die Schuhe schieben wollen so sind Sie heute auf dem Punkt angelangt wo mann Sie heute nicht als Schweizerbrüger ansprechen kann da mann es in dieser schweren Zeit nicht nötig hat sich seine Fehlern andern zuzuschieben. Werde mir ja wegen Ihrem flotten Verein keine graue Haare wachsen lassen, im Gegenteil es war mein Weihnachtswunsch wie ich ihn mir nicht grösser vorstellen konnte.

 

1949 folgte der Ausschluss von Kassier Rudolf G. aus Bümpliz. Rudolf hatte 1947 einem KVS-Mitglied einen Hund geschenkt. Ein Jahr später verlangte er für diesen Hund vom neuen Besitzer einen Betrag von CHF 170.-. Dieser weigerte sich zu zahlen. Man traf sich vor dem Ehrengericht. Zudem war Rudolf ein äusserst unzuverlässiger Kassier. Viele Rechnungen wurden nicht bezahlt und es gingen regelmässig Mahnungen ein. Der Vorstand verlangte eine ausserordentliche Kassenrevision.

Die unliebsamen Folgen, die durch Ihre absolut nachlässige & unverantwortliche Kassenführung, unserm Verein entstanden sind, nötigen uns Sie aufzufordern, (…) zur Vorstandssitzung zu erscheinen. (…) machen Sie darauf aufmerksam, dass wir Sie für den bis heute entstandenen & weiteren Schaden dem Verein gegenüber haftbar machen müssen.

Kaenel

 

Ein weiterer Vorfall ereignete sich im Jahr 1950. Per Brief vom 12. Juli worin der Präsident einem gewissen Felix G. aus Ueberstorf mitteilt:

...wonach uns Ihres unkynologischen Verhaltens wegen Klagen zugegangen sind. Wir sind gezwungen Ihnen einen ernsthaften Verweis zu erteilen.(…) Bei nochmaligen Klagen müssten wir Sie leider aus der Mitgliederliste unseres Vereins streichen.

Im selben Jahr wurde auch Alfons W. aus Ueberstorf verwarnt:

(…) Danach müssen wir Ihnen leider den ernsthaften Verweis erteilen, da Sie sich anlässlich der Rauferei in der Herrenmatt sehr unwürdig verhalten haben.(…)

 

Eine äusserst seltsame Geschichte führte dazu, dass der Präsident Adolf Roos1951 das Handtuch warf und beinahe fluchtartig das Weite suchte. Aber lest selbst:

Roos